Über mich
Ich bin Kristin, Jahrgang 1974 und Mutter von zwei wundervollen Töchtern (Jahrgang 2002 & 2005).
Ich war schon immer eine Suchende und das MEHR im Leben ist mein Antrieb. Aber nicht im Sinne von Schneller, Höher, Weiter - sondern MEHR von MIR. Mich immer wieder neu entdecken und weiter ausleben.
Was nicht bedeutet, dass ich chronisch unzufrieden wäre. Ganz im Gegenteil. Aber es gibt immer wieder Momente in meinem Leben, in denen ich diese leise Stimme in mir höre und spüre, dass es Zeit für MEHR ist.
Falls Du Dich mit Human Design auskennst: Ich bin Manifestierende Generatorin (MG) mit emotionaler Autorität und dem Profil 6/2. Meine Strategie ist das Reagieren.
Die Suche nach mir selbst
Es gab sie immer mal wieder. Diese Momente, in denen ich gemerkt habe, dass ich mich irgendwo auf meinem Weg verloren hatte und immer wieder unbewusst in unterschiedliche "Rollen" geschlüpft war. Irgendwann habe ich nur noch funktioniert und mich selbst nicht mehr richtig gespürt. Wenn man mich nach meinen Wünschen und Träumen gefragt hat, hatte ich darauf keine Antwort.
Ganz prägnant war eine Zugfahrt zur Arbeit für mich. Ich traf eine ehemalige Mitschülerin. Sie erzählte mit Begeisterung von ihrem Weg, ihrer Karriere und ihrem Leben. Und dann kam diese Frage: "Erzähl mal - wie geht es Dir, was machst Du so?" Diese Frage hat mir einen riesengroßen Stich versetzt. Naja, eigentlich eher meine Antwort, die mir sofort in den Kopf schoss: "Da kann ich nicht mithalten. Ich führe nur ein Durchschnittsleben." Tatsächlich gesagt habe ich dann so etwas wie "Ich bin Hausfrau und Mutter und gehe nebenbei noch 3 Tage die Woche in Hamburg arbeiten."
Ich kann Dir sagen - dieses Gespräch hat ganz schön was mit mir gemacht und mich sehr aufgewühlt. Nicht das "Durchschnittsleben", wie es mir in den Kopf schoss. An dem ist per se ja überhaupt nichts schlecht. Vor allem, weil ich zu diesem Zeitpunkt all das hatte und erreicht habe, was ich mir immer so sehr gewünscht hatte: Einen tollen Mann, zwei wundervolle Töchter, ein schönes Haus mit wunderschönem Garten. Vor allem das Muttersein war mein absoluter Lebenstraum, der sich für mich verwirklicht hat.
Ich hatte mein Traumleben - und doch war da diese innere Leere in mir. Die Frage, die nach dieser Zugfahrt in mir hochkam und immer lauter wurde, war:"Wer bin ICH eigentlich wirklich?" . Ich wusste zwar, wer und wie ich als Mutter, als Ehefrau, als Assistentin war, aber WER ist KRISTIN eigentlich wirklich bzw. noch? Ohne diese Rollen? Was liegt darunter? Die Auseinandersetzung mit mir selbst in all den Jahren nach diesem Gespräch hat noch ganz viele andere Seiten von mir zum Vorschein gebracht. Und das Beste ist: Ich entdecke mich immer wieder neu und bin selbst überrascht über all die weiteren neuen Seiten von und an mir. Das ist großartig!
Heute weiß ich, dass ich damals das Gefühl für mich, meine Bedürfnisse & Wünsche verloren habe. Der echte Kontakt zu mir selbst ist in all dem Funktionieren untergegangen. Dadurch hat mir die Lebendigkeit und Leidenschaft in meinem Leben gefehlt. Es war nicht das falsche Leben - ich hatte mich nur selbst verloren. Den Zugang zu mir und das Vertrauen in meine Intuition. Tja, und seitdem bin ich auf meinem Weg.
Ich möchte Dir zu meinem Weg gerne drei sehr persönliche Geschichten aus meinem Leben erzählen.
Toxische Datings & Toxische Beziehungen
Nach meiner Trennung und Scheidung bin ich immer wieder in ungesunde Datings und Beziehungen geschliddert. Es war wirklich zum Verzweifeln! Es war immer das Gleiche: Ich habe einen tollen Mann kennengelernt. Wir haben uns super verstanden und fanden uns total anziehend. Es war alles toll und plötzlich fing er an, sich zurückzuziehen. Erst nur ein bisschen. Dann war er wieder da und es gab neue schöne Momente. Dann wieder Rückzug. Mehr und mehr. Die Abstände des Rückzugs wurden immer kürzer. Es war die reinste Achterbahnfahrt. Bei jedem Rückzug habe ich noch mehr versucht, das zu verstehen und mit ihm zu klären. Es war wie verhext: Je mehr ich auf ihn zugegangen bin, desto mehr hat er sich zurückgezogen. Bis er dann plötzlich ganz von der Bildfläche verschwunden war.
In meiner Verzweiflung habe ich angefangen, mich mit Themen und Techniken wie "So gewinnst Du Deinen Ex zurück!" auseinanderzusetzen. Ich habe mich richtig ins Zeug gelegt und wirklich alles mögliche ausprobiert. Immer auf der Suche nach neuen Tipps & Tricks, um ihn zurückzugewinnen. Nix half! Irgendwann hatte ich einen lichten Moment und mir wurde klar, dass diese "Ex-Zurück-Strategien" hochmanipulativ waren. In diesem Moment habe ich sofort damit aufgehört. Denn das war total gegen meine Werte. Ich wollte auf keinen Fall manipulativ und kontrollierend sein.
Ich war echt verzweifelt und habe mich immer wieder gefragt, was ich eigentlich falsch mache und warum das ausgerechnet immer MIR passiert. Meine beste Freundin hat damals zu mir gesagt: "Das liegt nicht an Dir - die Typen sind einfach nur Idioten!" Aber dieser Gedanke in mir wurde immer lauter, dass das wohl doch auch irgendwie etwas mit MIR zu tun haben muss.
Also habe ich mich auf den Weg gemacht, um die Mechanismen hinter diesen ungesunden Beziehungen zu verstehen und anschließend die Veränderungen bei mir zu beginnen. Dieses Thema und die Mechanismen dahinter haben mich in der Zeit so sehr gepackt, dass ich sogar eine Ausbildung zum „Liebeschip-Coach“ beim Paartherapeuten Christian Hemschemeier gemacht habe. Ich wollte da unbedingt raus, denn ich war inzwischen irgendwann nur noch ein Schatten meiner selbst. Von meinem Selbstwert in der Zeit will ich gar nicht reden.
Und siehe da – es hat tatsächlich funktioniert! Nach einigen Rückschlägen und „Prüfungen“, ob ich es auch wirklich verstanden habe, habe ich diese Herausforderung gemeistert und die ungesunden Beziehungen hinter mir gelassen. Inzwischen weiß ich, was es für ein Unterschied ist, in einer gesunden Beziehung zu leben. Dazwischen liegen Welten.
Falls Dir das alles bekannt vorkommen sollte und Du ähnliches erlebst, habe ich eine gute Nachricht für Dich: Auch DU kannst Dich aus Deiner ungesunden Beziehung lösen, wenn Du es wirklich willst und bereit bist, ganz ehrlich bei DIR hinzuschauen. Dazu gehört auch, dass Du die volle Verantwortung für Dich selbst und Deine Gefühle übernimmst. Damit entwickelst Du auch Trennungskompetenz, die Du als mögliche Option brauchst. Das ist der Schlüssel da raus. Nicht mehr und nicht weniger. Ich kann Dir sagen: Das ist wirklich seeehr befreiend und bedeutet ein riesengroßes Stück mehr Lebensqualität!!!
Der Kontaktabbruch zu meinem Vater
Zuerst eine Frage an Dich: Wie ist Dein Verhältnis zu Deinen Eltern? Falls es nicht so sein sollte, wie Du es Dir wünschst: Ich möchte Dir gerne von Herzen sagen, dass es sich sooooo sehr lohnt, Frieden mit Deiner eigenen Geschichte und Vergangenheit zu machen!
Es gab eine Zeit, in der ich den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen hatte, weil ich mit vielem nicht einverstanden und sehr wütend auf ihn war. Ich habe gemerkt, dass mir der Kontakt mit ihm einfach nicht gut tat. Also war die logische Konsequenz irgendwann der Kontaktabbruch. Zunächst ging es mir damit relativ gut, aber mit der Zeit wurde es immer schlechter. Ich fühlte mich kraftlos und hatte undefinierbare körperliche Beschwerden und es spitzte sich immer weiter zu.
Dies war für mich der Moment, in dem ich wusste, dass ich etwas tun und verändern muss. Über Umwege habe ich mich im Basisseminar für Aufstellungsarbeit bei Elke Post in Hamburg wiedergefunden. Das war der Beginn vom Verständnis für meine eigene Geschichte, die meiner Eltern und meiner gesamten Familie. Das hat mir sehr geholfen, die Dynamiken und Verstrickungen in unserem Familiensystem zu erkennen und zu lösen. Ein riesengroßes Geschenk. Denn ich habe dadurch begriffen, dass ich mich durch die Trennung und den Kontaktabbruch von meinem Vater letztendlich von meinen eigenen Wurzeln abgeschnitten hatte!
Nachdem ich die Gefühle und Emotionen zu meinem Vater u.a. mit Hilfe von Aufstellungen klären konnte, war ich bereit, wieder auf meinen Vater zuzugehen. Wir waren uns seitdem so nah wie nie zuvor. Und das lag vor allem daran, dass ich meinen Vater endlich so sehen konnte, wie er war und ihn nicht mehr verändern wollte. Ich erkannte: Er ist mein Vater, der seine Tochter über alles liebt und ich liebe ihn genauso. Es ging nicht mehr um enttäuschte Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen, nicht mehr darum, was ich vielleicht nicht bekommen habe oder wie etwas zu sein hat oder sein sollte. Es geht um die pure reine Liebe. Nicht um mehr und nicht um weniger. Und was gibt es für ein größeres Geschenk als Eltern, die ihre Kinder lieben…?!? Wer selbst Mutter oder Vater ist, wird ganz genau wissen, wovon ich spreche…
Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt auf meinen Vater zugegangen bin. Wir hatten noch viele schöne gemeinsame Momente, die wir beide sehr genossen haben. Leider ist mein Papa 2023 verstorben. Ich hatte das große Glück, dass ich meinen Papa bei seinen letzten Atemzügen begleiten konnte. Ich saß voller Liebe und Dankbarkeit an seinem Bett. Keine Spur von Groll oder Wut. Es gab nichts mehr zu klären zwischen uns. Nichts, das zwischen uns stand. Da war nur die pure Liebe zwischen Tochter & Papa...
Wenn die Kinder flügge werden
Wenn die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben, brauchen sie uns nicht mehr wirklich. Das macht etwas mit uns - im ersten Moment nicht unbedingt ein gutes Gefühl.
Diese Erfahrung durfte auch ich machen und sie ging nicht ganz spurlos an mir vorbei. Für mich waren es im Grunde 3 Etappen mit dieser Erfahrung. Fangen wir vorne an. Ich war immer sehr gerne Mutter meiner wundervollen Töchter. Und mir war immer klar, dass irgendwann der Moment kommt, in dem sie sich abnabeln. Das ist ein schleichender Prozess und wir werden langsam darauf vorbereitet, weil sie mehr und mehr ihre eigenen Ideen und Vorstellungen haben.
Meine ältere Tochter hatte den Plan, nach ihrem Abi für eine Zeit lang nach Südamerika zu gehen. Damit war ich total fein und fand die Idee großartig. Und dann kam plötzlich meine jüngere Tochter völlig überraschend aus dem Nichts mit dem Wunsch um die Ecke, für ein knappes halbes Jahr nach Amerika zu gehen. Das hat mich völlig unvorbereitet getroffen. Ich konnte den Wunsch erst nicht richtig einordnen und wusste nicht, wo der plötzlich herkam. Ich habe mich gefragt, ob es eher eine fixe Idee ist, die kurz aufflammt und dann aber auch schnell wieder verpufft.
Was dann aber passierte, war unglaublich und hat mich total überrascht: Sie hat die Verantwortung für ihren Wunsch übernommen und hat sich um ALLES selbst gekümmert - Anbieter rausgesucht, die Bewerbungsverfahren eingeleitet und die Gespräche mit den Agenturen geführt. Und sich von uns Unterstützung geholt, wo sie sie brauchte. Wahnsinn - mit 16 Jahren! Und dann kam der Moment, wo ich die "Kleine" plötzlich vor der "Großen" loslassen durfte.
Von heute auf morgen war alles anders! Eine große Säule in meinem Leben (Mutter sein) brach weg. Naja, nicht ganz, denn Mutter war ich ja immer noch und bleibe es ja auch. Da saß ich also. Die "Große" mitten im Abi-Stress und ihren Plänen für Südamerika und die "Kleine" allein in der großen weiten Welt. Ich fühlte mich alleine. Als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Mir wurde klar, dass ich mich sehr über das "Muttersein" definiert hatte. Und da kam sie wieder die Frage: "WER ist KRISTIN eigentlich NOCH?"
Um aus diesem Loch wieder herauszukriechen, war also der Zeitpunkt gekommen, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und diese "emotionale Krise" als "Chance" zu sehen. Die Frage, die in mir aufkam: "Wer möchte ich sein in diesem neuen Lebensabschnitt?" Ich brauchte Abstand, einen anderen Ort, um nur auf mich zu schauen. Es ging ans Meer. Allein. Mit John Strelecky im Gepäck: "Das Café am Rande der Welt". Ich bin mit einer Erkenntnis zurückgekommen. Nämlich - den Fokus wieder mehr auf mich selbst zu legen und die neu gewonnene Zeit mehr für mich zu nutzen. Noch mehr für meinen Traum loszugehen: Meine Selbständigkeit.
Diese erste Etappe, das Loslassen in Liebe & Vertrauen und die Auseinandersetzung mit mir selbst hat mir sehr geholfen bei der nächsten Etappe: Als meine "Große" ausgezogen ist. Gute 200 km entfernt. Es fiel mir nicht schwer, sie gehen zu lassen in ihr neues eigenes Leben. Auch wenn das erst einmal wieder alles durcheinandergewirbelt hat und hier eine riesengroße Lücke entstanden ist.
Inzwischen ist meine "Kleine" ebenfalls ausgezogen. Auch sie konnte ich gut ziehen lassen. Mit ihrem Auszug und dieser dritten Etappe ist noch einmal etwas ganz anderes und Neues entstanden: Leere. Stille. Zeit. Da ist plötzlich keine Ablenkung mehr, kein Kümmern, keine Verantwortung. Nur noch ICH. Das holt einiges an Gefühlen hoch - gute wie schlechte. Ich kann Dir sagen: Eine sehr spannende Erfahrung!
Mein Fazit: Wir dürfen unseren Kindern vertrauen und ihnen "erlauben" und "zumuten", dass sie ihre EIGENEN Erfahrungen machen. Darauf zu vertrauen, dass sie ihre Herausforderungen meistern - auch wenn vielleicht mal nicht alles glattläuft.
Ihr zwei Süßen: Ihr überrascht mich immer wieder und ich bin unglaublich stolz auf Euch!!!
Interessen/Fortbildungen:
- 2009: Reiki I-Einweihung durch Frank Zacharias
- 2010: Reiki II-Einweihung durch Frank Zacharias
- 2010 - 2016: Intensive Vorbereitung/Ausbildung „Heilpraktiker für Psychotherapie“
- 2010: Seminar „Lösungsfokussierte Kurztherapie nach Steve de Shazer (SFBT)“ bei Amara/Christoph Frieling, Hamburg
- 2011 - 2012: Ausbildung zur nivata Yogalehrerin/Teacher of Stillness bei nivata, Berlin / 2013-2020 eigene Yogakurse
- 2011 - 2017: Ausbildung in Atemzentrierter Psychotherapie bei RR Pleske, Derneburg
- 2013: Seminar „Yoga mit Kindern – Yogalehrer Weiterbildung“ bei Yoga Vidya/Kavita Pippon, Westerwald
- 2015: Fortbildung „Yin Yoga & Anatomie Teacher Training I“ bei Markus Henning Giess, Hamburg
- 2017: Workshop „Yoga & Emotionaler Hunger“ bei Franziska Krusche, Hamburg
- 2017: Workshop „Flight Club“ und „Yoga Roll“ bei Christian Klix, Lübeck
- 2019: Basiskurs Aufstellungsarbeit bei impuls/Elke Christiane Post, Hamburg
- 2019-2021: Ausbildung zum Liebeschip-Coach für Einzelberatung bei DP Christian Hemschemeier, Hamburg
- 10/2020-12/2021: Ausbildung zur Profilax-Trainerin bei impuls/Elke Christiane Post, Hamburg
- 2023: Systemisches Online Training bei Marcel Schlee
- 2023 - 2025: Teilnehmerin im Programm "Sisters of the Universe" mit Sabrina Keese-Haufs und Esther Natschack
- 2025: Ausbildung zum "The Healing Key"-Coach (THK) bei Jessica Goschala und Katja Baumbach
- 2025: 25 Mastermind mit Dana Schwandt
- 2025: Workshop Kakaozeremonista bei Verena Bußjäger